Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Vorgehen gegen dienstliche Beurteilung

  1. #1
    Noch neu hier
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    29.08.2017
    Beiträge
    2

    Vorgehen gegen dienstliche Beurteilung

    Hallo,

    ich habe vor 10 Monaten meine periodische Beurteilung bekommen. Ich habe mir das alles erst jetzt anschauen können und dabei einige Unstimmigkeiten entdeckt.

    Für alle die sich fragen warum ich erst jetzt schaue: Ich hatte aus "dienstlichen Gründen" keine Zeit und im Anschluss einen Burnout.

    Wie gehe ich gegen eine dienstliche Beurteilung vor? Gibt es dafür eine Frist?

    VG

  2. #2
    User
    Beruf
    OGeVau
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    46
    Besprechung mit dem VL (auf welchen das zumeist übertragen wurde) Fragenkatalog erarbeiten.
    Gespräch immer mit Zeuge führen, niemals alleine. Alles schriftlich festhalten.
    Widerspruch einlegen, wenn keine RB-Belehrung erfolgte, gilt die Frist von 1 Jahr ab Bekanntgabe, soweit
    ich das richtig im Kopf habe.
    Widerspruchsverfahren ist kostenfrei. Überprüfung erfolgt durch das OLG. Dort hat man die Möglichkeit die Beurteilung
    ggf. zu Deinen Gunsten abzuändern. In der Praxis wird dies jedoch wohl eher selten erfolgen.

    Dann nach Zustellung des Bescheids, Klage beim für Dich zuständigen Verwaltungsgericht. Kosten für die 1. Instanz geschätzt ca. 1000 EUR.
    Aussicht auf Erfolg: Vermutlich eher schlecht. ("Google mal: Akt wertender Erkenntnis")
    Soll heißen: Wenn nicht sachfremde Erwägungen vorliegen und z.B. ein halber Punkt weniger, wie ein vergleichbarer Kollege vergeben wurde, bewegt sich der Dienstherr in seinem Ermessensspielraum. Das ist aber zumeist der halbe Punkt, den Du brauchst, um in den Beförderungstopf zu gelangen. Liegen nur formale Gründe vor, kannst Du das auch vergessen. Dann erhältst Du eine gleiche Beurteilung, gleiche Punktzahl nur eben OHNE den formalen Fehler (z.B. falsche Beschreibung Aufgabengebiet usw.... )

    Das Du -was ich unterstelle- eine vermutlich
    schlechtere Beurteilung erhalten hast, ist meiner Meinung nach nicht selten. Da schiesst man dann zurück. Eine andere Möglichkeit bei einem Lebenszeitbeamten besteht ja auch nicht. Trag`s mit Fassung.

    Unser Verband hat da schon so einige Klagen geführt, daher meine Kenntnisse

  3. #3
    Club 1.000 Avatar von Mr.T
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    12.05.2014
    Ort
    hoch droben halt
    Beiträge
    1.634
    Zitat Zitat von ulti Beitrag anzeigen
    .. Trag`s mit Fassung.
    ...
    Genau.
    Mich hat mal jemand beim Kanonnclub schlechter als sein Vorgänger beurteilt. Das war wie grobes Dienstvergehen oder silberne Löffel klaun. Der dufte meine Diensträume nicht betreten und alles was ich zu Papier gebrach habe nicht anschauen. Wie er zu dem Ergebnis gekommen ist, kann man nur schwer nachvollziehen.
    Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren (Einstein)


    Newcomer https://www.youtube.com/watch?v=GdRB8T0dyRw

  4. #4
    User
    Beruf
    OGeVau
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    46
    Der User hat ein beurteilungsrechtliches Problem und ich habe ihm etwas dazu geschrieben und ihm vielleicht weitergeholfen.
    Das ins Lächerliche zu ziehen, finde ich schon recht arm.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •