Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Teilerbscheinsantrag und öffentliche Aufforderung

  1. #1
    Club 1.000 Avatar von Döner
    Beruf
    Diplom-Rechtspfleger (FH)
    Registriert seit
    23.07.2008
    Beiträge
    1.239

    Teilerbscheinsantrag und öffentliche Aufforderung

    Guten Morgen!
    Ich habe einige Fragen zum Teilerbschein, also zumVerfahrensablauf.

    Es ist seit Jahren Nachlasspflegschaft angeordnet.
    Erben der 1. und 2. Ordnung sind nicht vorhanden.
    Die Erben der 3. Ordnung väterlicherseits sind ermitteltund es liegen –soweit möglich- alle erforderlichen Urkunden vor. Eine Erbe ausdieser Seite drängelt auch –zurecht-, denn er ist inzwischen selbst schon älterund hätte persönlich gern noch was vom Nachlass (wie er sagt und was ich auchverstehen kann). Außerdem hat er ebenfalls tatkräftig bei der Erbenermittlungund der Beschaffung der Urkunden mitgewirkt.
    Ich würde nun von diesem Erben einen Teilerbscheinsantragfür die Linie väterlicherseits aufnehmen, verbunden mit einer öffentlichenAufforderung nach § 352d FamFG, da die Erbnachweise an 2 Stellen (Vertreibung, Fluchtzu Kriegszeiten, Auslandsbezug) nicht lückenlos geführt werden können.

    1. Frage: Wie lange hängt man die Aufforderung an dieGerichtstafel und wo veröffentlicht man noch?

    2. Wann hebe ich bezüglich diesem Teil der Erbschaft dieNachlasspflegschaft auf?

    3. Kann sich der Nachlasspfleger mit den auf demTeilerbschein genannten Erben auseinandersetzen und Geld auszahlen?

    Bitte steinigt mich nicht, ich habe noch nie einenTeilerbscheinsantrag aufgenommen, geschweige denn eine öffentliche Aufforderungnach §352d FamFG veranlasst.

    Viele Grüße Döner



  2. #2
    Foren-Experte Avatar von jfp
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    20.11.2017
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    286
    Zu 1: §352d FamFG verweist auf die Vorschriften über Aufgebotsverfahren. Insoweit: §§435, 437 FamFG

    Zu 2: Ich würde die Nachlasspflegschaft bezüglich dieses Teils Zug um Zug mit der Erteilung des Erbscheines aufheben.

    Zu 3: Ja, mit nachlassgerichtlicher Genehmigung
    Perfektion ist eine Illusion.

  3. #3
    Club 1.000
    Themenstarter
    Avatar von Döner
    Beruf
    Diplom-Rechtspfleger (FH)
    Registriert seit
    23.07.2008
    Beiträge
    1.239
    Guten Morgen, kann ich diese öffentliche Aufforderung bereits jetzt machen, oder erst Zug um Zug mit dem (Teil)Erbscheinsantrag? Das die erforderlichen Urkunden nicht beschaffbar sind, ist aktenkundig.

  4. #4
    Gehört zum Inventar Avatar von Rabe
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    12.01.2009
    Beiträge
    369
    ich würde denken erst mit Erbscheinsantrag.

  5. #5
    Club 18.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    06.05.2009
    Beiträge
    18.225
    Es muss ein Erbscheinsantrag vorliegen, mit welchem die Erteilung eines Erbscheins begehrt wird, der die Erbquoten verlautbart, welche von der öffentlichen Aufforderung umfasst sein sollen (MüKo/Mayer, 5. Aufl., § 2358 Rn. 40 m.w.N.).

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •