Seite 2 von 2 ErsteErste 1 2
Ergebnis 21 bis 30 von 30

Thema: Eröffnungsvermerk auf Verfügung von Todes wegen

  1. #21
    Gehört zum Inventar Avatar von jfp
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    20.11.2017
    Ort
    Niedersachsen
    Beiträge
    332
    Zitat Zitat von Ernst P. Beitrag anzeigen
    Hier werden aus meiner Sicht Selbstverständlichkeiten diskukiert.

    Selbsverständlich gibt es für einen solchen Vermerk keine gesetzliche Grundlage und es "passiert nichts", wenn man ihn nicht macht und man kann sich selbstverständlich weigern die Anbringung nachzuholen.

    Selbstverständlich hat der Vermerk nur Vorteile, so dass man ihn ohne gesetzliche Grundlage anbringen sollte.

    Selbstverständlich braucht man für einen solchen Vermerk keinen Stempel, ein Kugelschreiber reicht.

    Selbstverständlich kann man sich das Leben und die gerichtsübergreifende Zusammenarbeit einfach oder schwer machen. Selbstverständlich ist ersteres für alle besser.
    Volle Zustimmung.

    Ich persönlich finde es albern, die Testamente wegen einem fehlenden Eröffnungsvermerk zurückzuschicken. Damit verzögere ich nur unnötig das Verfahren (also die Benachrichtigung der Beteiligten und damit auch den Beginn der Ausschlagungsfrist). Ich kann den Vermerk auch einfach selber ergänzen. Dann vermerkt man einfach, dass das Testament vom AG X am Tag Y eröffnet wurde.
    Das macht mir wohl kaum mehr Arbeit als zu verfügen, dass das Testament ans AG X zurückgesandt werden soll.
    Perfektion ist eine Illusion.

  2. #22
    Club 18.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    06.05.2009
    Beiträge
    18.256
    So ist es.

  3. #23
    Club 6.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    04.02.2011
    Beiträge
    6.398
    Zitat Zitat von 45 Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Frog Beitrag anzeigen
    Sinnvollerweise
    Nicht, wenn die Akte dazu wieder durchs Land fahren darf.

    Meine Antwort bezog sich nur auf die Alternative Entscheider oder Serviceeinheit.

  4. #24
    Fortgeschrittener
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    13.04.2007
    Beiträge
    101
    Ich bringe den Eröffnungsvermerk auch auf dem eröffneten Testament an. Dies macht durchaus Sinn für den Rechtsverkehr.
    Man sollte jedoch auch bedenken, dass aufgrund des technischen Fortschritts heute Testamente nicht nur kopiert sondern auch eingescannt und im Fachverfahren gespeichert werden können und bei der erneuten Eröffnung (gemeinschaftliche Testamente) nicht erneut kopiert werden müssen, wenn kein Eröffnungsstempel angebracht wird. Dies würde die Arbeit bei der Justiz erleichtern.
    Diese Arbeitsweise macht jedoch nur Sinn, wenn insgesamt bei der Verfügung von Todes wegen kein Vermerk angebracht wird.

  5. #25
    Fortgeschrittener
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    18.01.2008
    Beiträge
    102
    Das erschließt sich mir nicht. Ich werde kein eingescanntes Testament eröffnen, und wenn wir bald die elektronische Akte haben!! Bei allem Verständnis für den Fortschritt, aber hier ist Schluss mit der Scannerei.

  6. #26
    Fortgeschrittener
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    13.04.2007
    Beiträge
    101
    Also etwas genauer:
    Es wird das Originaltestament eröffnet. Zur Versendung an die Beteiligte wird dieses Testament kopiert. Wenn dieses Testament später erneut zu versenden ist, muss es von der Geschäftsstelle erneut kopiert werden.
    Es gibt Kopierer, die mit dem internen Rechnern der Justiz per Leitung verbunden sind (ich bin kein Techniker). Beim Kopieren kann von dem Testament eine pdf-Datei erstellt werden, die dem Nachlassverfahren zugeordnet und im Verfahren gespeichert werden kann.
    Anstatt das Testament erneut zu kopieren, kann die pdf-Datei im Fachverfahren mit dem Anschreiben ausgedruckt werden.
    Dies macht bei gemeinschaftlichen Testamenten jedoch nur dann wirklich Sinn (Arbeitsersparnis), wenn kein Eröffnungsvermerk angebracht wird, da ansonsten beim 2. Sterbefall erneut eine Kopie bzw. pdf-Datei zu erstellen ist.
    Ich hoffe, das man dies jetzt verstehen kann.

  7. #27
    Club 1.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    16.03.2006
    Beiträge
    1.254
    Ich verstehe das Argument zwar, aber ich teile es nicht. Der - von der Praxis entwickelte - Eröffnungsvermerk bringt erhebliche Vorteile, wie mehrfach geschrieben. Diese zu opfern, nur um das Kopieren beim zweiten Erbfall einzusparen, finde ich nicht angemessen.

  8. #28
    Fortgeschrittener
    Beruf
    Rechtspflegerin
    Registriert seit
    18.01.2008
    Beiträge
    102
    und ich glaube, die Erstellung der Dateien dauert eindeutig länger als eine Kopie zu fertigen, das haben wir hier in täglicher Praxis
    .

  9. #29
    Administrator Avatar von Kai
    Beruf
    Rechtspfleger/ Zustellungsvertreter gem. § 6 ZVG
    Registriert seit
    06.04.2005
    Ort
    Suburbia
    Beiträge
    5.430
    Mir (früher Nachlassgericht, heute Grundbuchamt) erschließt sich überhaupt nicht, wie man sich gegen den Eröffnungsvermerk sträuben kann. Für mich gehört der Eröffnungsvermerk wegen der genannten Vorteile einfach dazu und mir fällt bei den mir vorgelegten Testamenten in der -auch weiteren- Umgebung kein Gericht ein, welches ihn nicht anbringt.
    Vieles bleibt ein Geheimnis. (LG Hamburg, Beschluss vom 05.10.2014, 328 T 72/14)

  10. #30
    Club 18.000
    Beruf
    Rechtspfleger
    Registriert seit
    06.05.2009
    Beiträge
    18.256
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •